Wörthstraße 5

In der Wörthstraße 5 lebten Fritz Kahn, Lina Klotz, Friedrich, Nelly (geb. Wolf) und Amalie Meier, Sigmund Weinberg und Mina Weinberg (geb. Rosenberg). Nach ihrer Verschleppung werden am 2. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerungen werden zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:

Fritz Kahn wird in Frankreich gerettet und stirbt dort 1948. Lina Klotz überlebt die Verschleppung ins Lager Gurs nicht. Friedrich Maier; Nelly Maier (geb. Wolf); Amalie Maier; Sigmund Weinberg stirbt 1941 im Lager Gurs, Mina Weinberg wird 1094 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Die Familie Friedrich, Nelly und Amalie Meier wird 1940 nach Gurs verschleppt.  1941 kommt die Familie in das Lager Rivesaltes. Mitarbeiterinnen der OSE bringen Amalie wahrscheinlich 1942 in ein Heim in Vic-sur-Cère. Sie kann durch verschiedene Hilfsorganisationen wie die OSE überleben, die sie – versehen mit falschen Papieren – in verschiedenen Familien unterbringen. Ihre Eltern werden 1942 über Drancy in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet. 1946 gelangt Amalie mit 67 anderen jüdischen Kindern, deren Eltern ermordet worden waren, per Schiff in die USA.