Erbprinzenstraße 20
In der Erbprinzenstraße 20 lebten mehrere jüdische Familien. Nach ihrer Verschleppung werden am 12. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Friedrich Maier wird 1941 weiter verschleppt, u.a. in das Lager Les Milles und nach Rivesaltes. Er überlebt und gelangt nach dem Krieg in die USA. Seine Frau Käthe (geb. Reinheimer) überlebt ebenso und lebt später in den USA.
Otto Michelson überlebt die Verfolgung nicht. Seine Frau Setty Michelson (geb. Kleemann) wird 1942 weiter nach Drancy deportiert und kurz darauf weiter in das Konzentrationslager Auschwitz. Sie überlebt nicht.
Max Rödelsheimer wird 1942 weiter in das Lager Drancy und kurz darauf in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und ermordet.
Eugen Rothschild überlebt die Verschleppung nach Gurs nicht und stirbt am 10.November 1940 in Pau (Frankreich). Seine Frau Rosa Rothschild (geb. Adler) kann 1941 in die USA fliehen.
Emil und Hermine Simon (geb. Barth) überleben die Verfolgung nicht. Nach der Verschleppung nach Gurs stirbt Emil Simon dort am 10. Juni 1941. Auch seine Ehefrau Hermine kommt im Lager ums Leben.