Bertholdstraße 4

In der Bertholdstraße 4 lebten mehrere Familien (siehe unten). Nach ihrer Verschleppung werden am 21., 27., 28. und 30. November 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerungen werden zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:

Hedwig David und Sofie David überleben die Deportation 1942 in das Konzentrationslager Auschwitz nicht.

Leopold und Ida Dreifuss (geb. Blum) können gerettet werden und leben später in den USA.

Thekla Dreifuss (geb. Nathan) wird gerettet und lebt später in den USA.

Leo Erlanger wird 1942 mit dem 17. Transport nach Auschwitz deportiert und ermordet. Karoline Erlanger (geb. Weinheimer) stirbt am 4. Dezember 1940 im Lager Gurs.

Fritz und Herta Gottschalk werden 1942 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Julius und Elise Kahn (geb. Weissburger) werden 1942 in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet.

Eva Katzenstein (geb. Weinberg) wird am 2. September 1942 nach Auschwitz deportiert. Sie überlebt die Verfolgung nicht.

David und Auguste Maier (geb. Kahn) werden über die Lager Rivesaltes und Drancy 1942 in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Tochter Margot wird von der ökumenischen Hilfsorganisation „Amitié Chrétienne“ in das Heim in Vic-sur-Cère gebracht und gerettet. Ab 1943 wird sie bei Renée und Jean Guillaud in Saint-Jean-en Royans versteckt. Sie emigriert nach der Befreiung in die USA.

Ludwig und Amalie Nachmann (geb. Kahn) werden ebenso 1942 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und ermordet.

Elias Schermann wird weiter nach Les Milles deportiert. Er kann 1942 in die USA fliehen.

Hermine Schwarz (geb. Stiefel) überlebt die Verfolgung und emigriert später in die USA.

Louis Stern stirbt am 5. Januar 1941 im Lager Gurs.

Jenny Windecker wird 1944 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Helmut Wolff wird 1943 weiter nach Sereilhac deportiert, kann aber gerettet werden. Er lebt nach dem Krieg wieder in Pforzheim.