In der Jahnstraße 33 lebte die Familie Dreifuss. Nach ihrer Verschleppung wird am 7. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Ludwig und Maria Dreifuss sowie die Kinder Lothar und Renate werden 1941 weiter in das Lager Rivesaltes verschleppt. Mitarbeiterinnen des OSE retten Renate aus dem Lager und bringen sie am 24. April 1942 in das OSE-Heim Palavas-les-Flots. Wann sie mit ihrem Bruder mit wessen Hilfe in die USA gerettet wird, ist nicht bekannt. Die Mutter befindet sich bis 28. Juli 1944 im Lager Rivesaltes und kehrt nach der Befreiung nach Pforzheim zurück.
Die Nazis verschleppen den Vater mithilfe der Vichy-Polizei am 7. Dezember 1943 von Drancy in das Vernichtungslager Auschwitz.
In der Jahnstraße 46 lebten Eugen, Elvira und Ludwig Wiener. Nach ihrer Verschleppung wird am 7. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Eugen und Elvira sterben beide 1941 im Lager Gurs. Ludwig Wiener stirbt 1943 in Villedieu.
In der Sofienstraße 14 lebten die Familie Rosenblüth sowie Rosa Fleischer.

Nach ihrer Verschleppung wird am 7. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Salomon und Sofie Rosenblüth und Rosa Fleischer werden 1942 weiter nach Auschwitz deportiert. Sie überleben die Verfolgung nicht.
In der Holzgartenstraße 14 lebten Bernhard Mayer sowie Eduard und Ida Weiss. Nach ihrer Verschleppung werden am 3. und 4. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Bernhard Mayer stirbt 1942 im Lager Gurs. Eduard und Ida Weiss (geb. Levinger) werden 1942 weiter nach Auschwitz deportiert. Sie überleben die Verfolgung nicht.
In der Luisenstraße 62 lebten Gustav und Goldine Aron und Leopold Geller. Nach ihrer Verschleppung werden am 6. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Gustav und Goldine überleben beide die Verfolgung nicht. Leopold Geller wird 1942 weiter in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und ermordet.
In der Gabelbergstraße 4 lebte Berta Bischoff (geb. Tiefenbronner). Nach ihrer Verschleppung wird am 3. und 4. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Berta Bischoff überlebt mehrere Lage und lebt nach dem Krieg in Sinsheim, wo sie 1959 stirbt.
In der Wörthstraße 5 lebten Fritz Kahn, Lina Klotz, Friedrich, Nelly (geb. Wolf) und Amalie Meier, Sigmund Weinberg und Mina Weinberg (geb. Rosenberg). Nach ihrer Verschleppung werden am 2. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerungen werden zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Fritz Kahn wird in Frankreich gerettet und stirbt dort 1948. Lina Klotz überlebt die Verschleppung ins Lager Gurs nicht. Friedrich Maier; Nelly Maier (geb. Wolf); Amalie Maier; Sigmund Weinberg stirbt 1941 im Lager Gurs, Mina Weinberg wird 1094 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Die Familie Friedrich, Nelly und Amalie Meier wird 1940 nach Gurs verschleppt. 1941 kommt die Familie in das Lager Rivesaltes. Mitarbeiterinnen der OSE bringen Amalie wahrscheinlich 1942 in ein Heim in Vic-sur-Cère. Sie kann durch verschiedene Hilfsorganisationen wie die OSE überleben, die sie – versehen mit falschen Papieren – in verschiedenen Familien unterbringen. Ihre Eltern werden 1942 über Drancy in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet. 1946 gelangt Amalie mit 67 anderen jüdischen Kindern, deren Eltern ermordet worden waren, per Schiff in die USA.
In der Hügelstraße 2 lebten Karoline Kaufmann (geb. Jeremias) und Rosa Kaufmann. Nach ihrer Verschleppung wird am 29. November 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Karoline Kaufmann stirbt 1941 im Lager Gurs. Rosa Kaufmann wird 1942 weiter nach Auschwitz deportiert und überlebt die Verfolgung nicht.
In der Luisenstraße 6 lebten die Familie Geismar und das Ehepaar Kuppenheim. Nach ihrer Verschleppung werden am 28. und 29. November 1940 ihre Wohnungseinrichtungen versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Adolf und Mathilde Geismar (Geb. Einstein) überleben wie auch ihre Tochter Lore die Verfolgung nicht.
Rudolf und Lilly Kuppenheim (geb. Ehrmann) nehmen sich aufgrund der drohenden Verschleppung nach Gurs das Leben. Gemeinsam nehmen sie Gift ein und sterben am darauffolgenden Tag im Krankenhaus. Sie sind auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof bestattet.


In der Enzstraße 19a lebte Berta Funt.

Nach ihrer Verschleppung wird am 2. Dezember 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Berta Funt wird gerettet und lebt später in Frankreich. Sie stirbt 1960 in Paris.
In der Erbprinzenstraße 30 lebten Berta Fetterer und Adelheid Hofmann (geb. Fetterer). Nach ihrer Verschleppung wird am 27. November 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Das genaue Schicksal von Adelheid Hofmann ist unklar. Berta Fetterer wird 1942 zuerst nach Drancy, anschließend weiter nach Auschwitz deportiert. Sie überlebt die Verfolgung nicht.
In der Schillerstraße 8 lebte die Familie Hilb. Nach ihrer Verschleppung wird am 26. und 27. November 1940 ihre Wohnungseinrichtung versteigert. Die Versteigerung wird zuvor in der Pforzheimer Rundschau angekündigt:


Helene Hilb (geb. Fleischer) und ihre beiden Kinder Berthold und Gretel überleben die Verfolgung nicht.