Hermann Marx (geb. am 31. Oktober 1890 in Boedigheim) war Kantor und Religionslehrer. Er wird in der Nacht vom 9. auf den 10. November vor seinem Haus brutal zusammengeschlagen. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 26. November entlassen. Er flüchtet 1939 mit seiner Frau Selma nach Palästina.

Julius Kahn (geb. am 25. März 1880 in Graben-Neudorf) war Mitinhaber der Firma Nachmann. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 20. Dezember entlassen. Am 22. Oktober 1940 wird er nach Gurs verschleppt. Er wird später weiter in verschiedene Lager deportiert. Er überlebt die Verfolgung nicht.

Erich Holzer (geb. am 25. Oktober 1905 in Pforzheim) arbeitet in der Ketten- und Ringfabrik seines Vaters Moritz Holzer. Er wird am 12. November im Lager Dachau interniert und am 7. Dezember entlassen. 1940 wird er in das Lager Gurs verschleppt.
1942 wird er weiter nach Rivesaltes, anschließend nach Drancy und letztendlich in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er überlebt die Verfolgung nicht.
Max Hirsch (geb. am 8. Mai 1881 in Neckarbischofsheim) arbeitet als Kaufmann für Metalle und Hüttenprodukte. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 5. Dezember entlassen. Es gelingt ihm im August 1939 mit seiner Frau Meta und Tochter Lore über Frankreich in die Schweiz zu fliehen.

Fritz Gottschalk (geb. am 6. Mai 1895 in Berlin) war Diplom-Ingenieur bei der Firma Schaub. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 6. Januar 1939 entlassen. Am 22. Oktober 1904 wird er nach Gurs verschleppt. 1942 wird er weiter in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er überlebt die Verfolgung nicht.
Fritz Gottschalk auf einem Gruppenbild im Hof der Synagoge
Julius Goldstern (geb. am 16. Dezember 1898 in Bukarest) ist von 1934 bis 1938 Prokurist in der FirmaWilliam Posner. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 10. Dezember entlassen. Er kann 1939 nach Großbritannien fliehen. Er stirbt 1966 in London.
Hirsch Goldberg (geb. am 11. April 1889 in Ichenhausen) ist Rabbiner. Er wird am 10. November 1938 bis 23. Januar 1939 im Lager Dachau inhaftiert.
Am 22. Oktober wird er in das Lager Gurs verschleppt. Am 16. August 1942 wird er weiter in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er überlebt die Verfolgung nicht.
Walter Friedmann (geb. am 4. Januar 1910 in Magdeburg) ist 1936 als Filialleiter des Schuhhauses Speyer aus Frankfurt am Main nach Pforzheim gezogen. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 28. Dezember entlassen. Er flüchtet im März 1939 über Triest nach Shanghai und ist dort von Mai 1943 bis August 1945 in einem Ghetto interniert. 1947 emigriert er weiter in die USA. Er stirbt 1975 in Milwaukee.
Georg Durst (geb. am 25. Juni 1894 in Prag) ist Betriebsleiter bei der Firma Friedrich Kammerer AG. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 10. Dezember entlassen. Er flüchtet im April 1939 nach England und Ende November 1939 weiter in die USA.
Samuel Dreifuß (geb. am 18.November 1887 in Massenbachhausen) arbeitet im Textilwarengeschäft. Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 15. Dezember entlassen. Gemeinsam mit seiner Frau Ida und Tochter Herta flüchtet er 1939 in die USA.



Ludwig Dreifuß (geb. am 28. Juni 1908 in Königsbach). Er wird am 10. November in das Lager Dachau verschleppt und am 28. Dezember entlassen. Er wird am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs verschleppt, am 14. Oktober 1941 in das Lager Rivesaltes. Am 7. Dezember 1943 wird er weiter in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er überlebt die Verfolgung nicht.


Ludwig Dreifuß bei einem Ausflug
Leopold Blum (geb. am 21. November 1898 in Hochhausen (Kreis Mosbach) wird am 11. November in in das Lager Dachau verschleppt und am 10. Dezember entlassen. 1940 wird er weiter in das Lager Gurs verschleppt. 1942 wird er in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Er überlebt die Verfolgung nicht.
Leopold Blum auf einem Gruppenfoto im Hof der Synagoge